ein Wort zu Sturzprophylaxe

Stürze von älteren Menschen sind eines der häufigsten Probleme von Senioren- und Pflegeeinrichtungen. Mehr als die Hälfte aller Bewohner in Pflegeeinrichtungen stürzen mindestens einmal pro Jahr (Tideiksaar 2000; Becker et al. 2006). Dabei ist zu beachten, dass die Sturztendenz mit dem Alter steigt.
Stürze können schwere Körperverletzungen nach sich ziehen. Bis zu 5 % der Stürze in Heimen führen zu Hüftfrakturen (Becker et al. 2006). Insbesondere hüftnahe Frakturen können lange Krankenhausaufenthalte, Schmerzen, zunehmende Behinderung und Mobilitätseinschränkung sowie eine Steigerung der Sterblichkeit zu Folge haben. 23 % der gestürzten Senioren sterben innerhalb des ersten Jahres nach dem Sturzereignis (Tideiksaar 2000). Darüberhinaus haben Stürze beträchtliche Auswirkungen auf die Psyche. Die Gestürzten verlieren das Vertrauen in ihre Mobilität, sie verringern ihren Bewegungsradius (Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (Hrsg.) 2006) und vermeiden "gefährliche Situationen".
Stürze weisen nicht nur Folgen für den Bewohner sondern auch für andere, wie z. B. für Pflegepersonal sowie Angehörige auf. Sie sind geplagt von Schuldgefühlen.

Die Folgen von Stürzen verursachen hohe Kosten für das Gesundheitswesen. Laut Becker et al. liegen die Kosten der Therapie für eine Oberschenkelhalsfraktur bei ca. 5000 Euro. Wobei noch nicht die Ausgaben für eine Rehabilitation berücksichtigt wurden, hier entstehen noch weitere bzw. zusätzliche Kosten.

Zu beachten ist, dass Stürze oft vermeidbar sind. Zahlreiche Maßnahmen der Prävention von Stürzen wie z. B. das Kraft- und Balancetraining, das Tragen von geschlossenen Schuhen sowie von Hüftprotektoren haben sich als probat und effektiv bewiesen. Mit der Sturzprävention kann die Lebensqualität, Selbstständigkeit und Mobilität der Senioren gestärkt werden. Wichtig ist es dem Personal sowie der Leitung von Pflege- und Senioreneinrichtungen und auch den Bewohnern zu verdeutlichen, dass Stürze vermeidbar und kein Schicksal sind.

Bereits zweimal führte das An-Institut PiA e. V. zusammen mit der AOK Sachsen-Anhalt ein Programm zur Sturzprophylaxe in stationären Pflegeeinrichtungen durch (2006 - 2008). Das Pilotprojekt erstreckte sich über einen Zeitraum von 1,5 Jahren, der folgende Durchgang über ein Jahr. Hiermit wurden 40 Einrichtungen in Sachsen-Anhalt erreicht. Das Ziel für das Jahr 2009 ist, zeitversetzt weitere 20 Pflegeeinrichtungen Sachsen-Anhalts bei der Umsetzung des Expertenstandards "Sturzprophylaxe in der Pflege" zu unterstützen.

Interessieren Sie sich für das Projekt "Sturzprophylaxe in der Pflege", zögern Sie nicht mit uns Kontakt aufzunehmen. Wir informieren und beraten Sie gern!!!

 

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